Ein Wohnmobil kostet 50 bis 300 Euro am Tag, je nach Größe und Saison
Der Tagespreis eines Miet-Wohnmobils liegt nach Angaben der ADAC Autovermietung zwischen 50 Euro für kleine Wohnmobile und 300 Euro für große und luxuriöse Modelle. In den Sommermonaten ruft derselbe Vermieter für dasselbe Fahrzeug mehr auf als in der Nebensaison. Eine amtliche Preisstatistik für Wohnmobilmieten gibt es nicht, und eine Gebührenordnung wie bei Handwerkern oder Anwälten existiert für diese Branche nicht. Jeder Vermieter kalkuliert selbst.
Der Preis hängt an vier Stellschrauben. Die erste ist die Fahrzeugklasse: Ein Kastenwagen mit zwei Schlafplätzen kostet weniger als ein Alkoven-Wohnmobil für sechs Personen. Die zweite ist die Saison, weil die Nachfrage in den Schulferien die Flotte auslastet. Die dritte ist die Mietdauer, weil viele Vermieter in der Hauptsaison eine Mindestmiete verlangen, beim ADAC in den Schulferien 12 Nächte. Die vierte ist das Alter des Fahrzeugs, denn ein drei Jahre alter Camper wird günstiger vermietet als ein Neufahrzeug der laufenden Saison.
- Tagespreis eines Miet-Wohnmobils nach Angaben der ADAC Autovermietung
- 50 bis 300 Euro
- ADAC Autovermietung, Wohnmobil mieten in Frankfurt, Stand 20. September 2026
- Servicepauschale je Anmietung bei der ADAC Wohnmobilvermietung
- 159 Euro
- ADAC Autovermietung, Häufige Fragen Wohnmobile, Stand Juni 2024, Stand 1. Juni 2024
- Campingplatz je Nacht in Deutschland für eine dreiköpfige Familie in der Hochsaison
- 40 Euro
- ADAC Camping-Preisindex 2026, veröffentlicht über PiNCAMP, Stand 1. März 2026
Die Zahl der Anbieter wächst, und das drückt in der Nebensaison auf die Preise. Der Caravaning Industrie Verband zählte für 2025 in Deutschland 75.368 neu zugelassene Reisemobile, davon 25.385 gewerblich zugelassene Fahrzeuge, zu denen die Mietflotten gehören. Der Bestand lag laut Kraftfahrt-Bundesamt am 1. April 2025 bei 1.002.562 Wohnmobilen, rund 65.000 mehr als ein Jahr zuvor. Im Sommer hilft Ihnen das nicht, weil dann jedes Fahrzeug vermietet ist; im Mai und im September bekommen Sie dieselben Fahrzeuge deutlich günstiger.
Welche 6 Nebenkosten zum Tagespreis hinzukommen
Zum Tagespreis kommen bei fast jedem Vermieter feste Pauschalen, die im beworbenen Preis nicht stecken. Die ADAC Wohnmobilvermietung nennt in ihren häufigen Fragen (Stand Juni 2024) diese Posten mit Beträgen, andere Vermieter nennen ähnliche Positionen unter anderen Namen. Die sechs Posten, die Sie in jedem Angebot suchen sollten:
- Servicepauschale oder Übergabepauschale: Beim ADAC 159 Euro je Wohnmobil und 100 bis 129 Euro je Wohnwagen. Sie deckt Einweisung, Übergabe und oft die erste Gasfüllung ab und fällt einmal je Miete an, nicht je Tag.
- Endreinigung: Beim ADAC mindestens 140 Euro, wenn Sie das Fahrzeug nicht gereinigt zurückgeben. Wer selbst putzt, spart den Betrag.
- Toilettenreinigung: Beim ADAC 140 Euro, wenn die Kassette nicht geleert und gereinigt zurückkommt. Das ist der Posten, den Erstmieter am häufigsten übersehen.
- Mehrkilometer: Die meisten Vermieter geben Freikilometer je Tag oder je Miete vor und berechnen jeden weiteren Kilometer einzeln. Der Preis je Kilometer steht in der Preisliste, nicht im Tagespreis.
- Zusatzversicherung zur Senkung der Selbstbeteiligung: Beim ADAC lässt sich die Selbstbeteiligung von 1.500 Euro gegen Aufpreis auf 250 Euro je Schadensfall senken. Der Aufpreis wird je Tag berechnet.
- Zubehör: Campingmöbel, Fahrradträger, Kindersitze, Bettwäsche und Navigationsgerät kosten bei den meisten Vermietern extra, je Stück und je Miete.
Wie Sie den Gesamtpreis einer Wohnmobilmiete in 5 Schritten berechnen
Den Gesamtpreis rechnen Sie in fünf Schritten aus, und zwar für jedes Angebot getrennt mit denselben Reisedaten. Das Rechenbeispiel nutzt einen angenommenen Tagespreis von 120 Euro und die Pauschalen der ADAC Wohnmobilvermietung; Ihre Zahlen setzen Sie aus dem jeweiligen Angebot ein.
- Nächte mal Tagespreis: 10 Nächte mal 120 Euro ergeben 1.200 Euro. Prüfen Sie, ob der Vermieter nach Nächten oder nach Kalendertagen abrechnet; bei Abholung am Nachmittag und Rückgabe am Vormittag zählen manche Vermieter den Rückgabetag mit.
- Pauschalen addieren: 159 Euro Servicepauschale kommen immer dazu, 140 Euro Reinigung und 140 Euro Toilettenreinigung nur, wenn Sie nicht selbst reinigen. Im Beispiel mit eigener Reinigung: 1.359 Euro.
- Kilometer rechnen: Schätzen Sie die Route mit einem Routenplaner, im Beispiel 1.800 Kilometer. Liegen im Angebot 150 Freikilometer je Tag, sind 1.500 Kilometer frei und 300 Kilometer werden nach Preisliste berechnet. Bei einem angenommenen Kilometerpreis von 0,35 Euro sind das 105 Euro, im Beispiel jetzt 1.464 Euro.
- Versicherung entscheiden: Wollen Sie die Selbstbeteiligung von 1.500 auf 250 Euro senken, kommt der Tagesaufpreis mal 10 Nächte dazu. Den Aufpreis nennt die Preisliste des Vermieters; er gehört in die Rechnung, wenn Sie ihn buchen.
- Kaution gedanklich abziehen: Die 1.500 Euro Kaution sind kein Preis, sondern hinterlegtes Geld, das ohne Schaden zurückkommt. Sie belasten aber Ihr Konto oder das Kreditkartenlimit in der Reisezeit.
Im Beispiel kostet die Miete ohne Zusatzversicherung 1.464 Euro für zehn Nächte, also 146 Euro je Nacht statt der beworbenen 120 Euro. Diese Differenz von rund 20 Prozent ist typisch und kein Zeichen für ein unseriöses Angebot; sie entsteht, weil Pauschalen und Kilometer nicht im Tagespreis stecken. Unseriös wird es erst, wenn eine Pauschale im Angebot fehlt und erst im Mietvertrag am Übergabetag auftaucht.
Was Kaution und Selbstbeteiligung mit dem Preis zu tun haben
Die Kaution ist kein Kostenposten, aber sie bindet Geld: Die ADAC Wohnmobilvermietung verlangt 1.500 Euro je Wohnmobil und 1.000 Euro je Wohnwagen, zu hinterlegen bei Übergabe in bar oder an manchen Stationen per Kreditkarte. Der ADAC nennt in seinen rechtlichen Tipps vom 7. Juli 2026 rund 1.500 Euro als übliche Höhe in der Branche. Die Kaution entspricht in aller Regel der Selbstbeteiligung der Vollkaskoversicherung, also dem Betrag, den Sie bei einem Schaden selbst tragen.
Die Selbstbeteiligung ist der Posten, der Ihre Reise im Schadensfall teuer macht. Beim ADAC beträgt sie 1.500 Euro je Schadensfall, bei Luxus-Wohnmobilen bis 2.500 Euro, und sie gilt je Schaden, nicht je Miete. Zwei Kratzer an zwei Tagen können also zweimal die Selbstbeteiligung kosten. Gegen einen Tagesaufpreis senken viele Vermieter die Selbstbeteiligung, beim ADAC auf 250 Euro. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer Erfahrung mit sieben Meter langen Fahrzeugen ab und davon, ob Sie 1.500 Euro im Schadensfall entbehren können.
Ab 3,5 Tonnen zahlen Sie unterwegs Maut nach Lkw-Tarif
Die Maut in Europa richtet sich beim Wohnmobil nach der zulässigen Gesamtmasse, in Frankreich zusätzlich nach der Höhe. Die Grenze liegt fast überall bei 3,5 Tonnen. Ein Miet-Wohnmobil mit 3.500 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse, das die meisten Vermieter für Inhaber der Klasse B anbieten, fährt mit Pkw-Vignette; ein Fahrzeug mit 3.850 oder 4.250 Kilogramm zahlt in Österreich und der Schweiz nach Lkw-System. In Deutschland zahlen Wohnmobile keine Maut, weil die Lkw-Maut nach § 1 Bundesfernstraßenmautgesetz nur Fahrzeuge trifft, die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind.
| Land | Bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse | Über 3,5 t zulässige Gesamtmasse | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Deutschland | Keine Maut | Keine Maut, weil Wohnmobile nicht dem Güterkraftverkehr dienen | Gilt auch für Wohnmobile über 7,5 t |
| Österreich | Vignette: 9,60 Euro für 1 Tag, 12,80 Euro für 10 Tage, 32,00 Euro für 2 Monate, 106,80 Euro für 1 Jahr | GO-Box mit Kilometertarif: 2026 zwischen 0,2486 und 0,2774 Euro je Kilometer netto für zweiachsige EURO-VI-Fahrzeuge, zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer | Maßgeblich ist die technisch zulässige Gesamtmasse laut Fahrzeugpapieren, nicht das tatsächliche Gewicht |
| Schweiz | Vignette 40 Franken je Kalenderjahr | Pauschale Schwerverkehrsabgabe: 3,25 Franken je Tag, mindestens 25 Franken, höchstens 58,50 Franken je 30 Tage; 58,50 Franken je Monat; 650 Franken je Jahr | Über 3,5 t keine Vignette zusätzlich; Zahlung vorab im Via-Portal des Zolls |
| Frankreich | Klasse 1 bis 2 Meter Höhe, Klasse 2 zwischen 2 und 3 Metern Höhe | Klasse 3 bei zwei Achsen, Klasse 4 ab drei Achsen; Klasse 3 gilt auch für Fahrzeuge bis 3,5 t ab 3 Metern Höhe | Streckenabhängige Autobahnmaut; auf A13, A14 und A79 ohne Schranken, Zahlung binnen 72 Stunden |
| Italien | Klasse B ab 1,30 Metern Höhe an der Vorderachse, also praktisch jedes Wohnmobil | Klasse B bleibt bei zwei Achsen; ab drei Achsen Klasse 3 | Streckenabhängige Autobahnmaut, Höhe statt Gewicht entscheidet |
Steht in der Zulassungsbescheinigung eine technisch zulässige Gesamtmasse über 3.500 Kilogramm?
Sie fahren nach Lkw-System: in Österreich mit GO-Box nach Kilometern, in der Schweiz mit der pauschalen Schwerverkehrsabgabe ab 25 Franken. Beides regeln Sie vor der Grenze, sonst drohen Ersatzmaut und Bußgeld.
Führen Sie einen Anhänger mit, der die Kombination über 3,5 Tonnen bringt?
In Österreich bleibt es bei der Vignette für das Zugfahrzeug, solange dessen technisch zulässige Gesamtmasse bei höchstens 3,5 Tonnen liegt. In der Schweiz braucht der Anhänger über 3,5 Tonnen Gesamtmasse eine eigene Abgabe; fragen Sie vor der Reise beim Zoll nach.
Sie zahlen die Pkw-Vignette: in Österreich 12,80 Euro für 10 Tage, in der Schweiz 40 Franken für das Kalenderjahr. Kaufen Sie die digitale Vignette auf das Kennzeichen des Mietfahrzeugs, nicht auf Ihr eigenes.
Für Frankreich zählt zusätzlich die Höhe. Ein Alkoven-Wohnmobil ist oft über 3 Meter hoch und fällt damit auch bei 3,5 Tonnen in Klasse 3, die Lkw-Klasse. Fragen Sie den Vermieter vor der Buchung nach der genauen Höhe des Fahrzeugs inklusive Dachaufbauten, denn die Differenz zwischen Klasse 2 und Klasse 3 macht auf langen Strecken einen dreistelligen Betrag aus.
Was Stellplatz und Campingplatz pro Nacht kosten
Ein Campingplatz in Deutschland kostet laut ADAC Camping-Preisindex 2026 im Durchschnitt 40 Euro je Nacht für eine dreiköpfige Familie in der Hochsaison. Der Preis enthält den Standplatz, 5 Kilowattstunden Strom, drei Warmwasserduschen und die Kurtaxe. Am günstigsten ist Thüringen mit 33 Euro, am teuersten sind Baden-Württemberg, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit je 43 Euro. In Europa liegt der Durchschnitt bei 52 Euro; Schweden kostet 43 Euro, Frankreich 50 Euro, Italien 66 Euro und Kroatien 68 Euro je Nacht.
Wohnmobilstellplätze ohne Campingplatzausstattung sind günstiger, aber dafür gibt es keine bundesweite Preisstatistik. Der Preis steht am Automaten oder in der Stellplatz-App des Betreibers, und er schwankt zwischen kostenlos auf kommunalen Plätzen und dem Niveau eines einfachen Campingplatzes in Küstenorten. Rechnen Sie für eine zehntägige Reise mit Mischnutzung mit einer Spanne, nicht mit einem Betrag, und prüfen Sie, ob Strom, Frischwasser und Entsorgung im Stellplatzpreis enthalten sind oder je Vorgang bezahlt werden.
So läuft eine Wohnmobilmiete von der Buchung bis zur Kautionsrückzahlung
Der Ablauf einer Wohnmobilmiete hat sechs Stationen, und an jeder entscheidet sich ein Teil des Preises. Wer die Reihenfolge kennt, bucht früher, storniert günstiger und bekommt die Kaution vollständig zurück.
Angebot einholen
Fragen Sie mindestens drei Vermieter mit denselben Reisedaten an und lassen Sie sich Tagespreis, Pauschalen, Freikilometer, Kilometerpreis, Kaution und Selbstbeteiligung schriftlich geben.
Buchen und anzahlen
Mit der Reservierungsbestätigung beginnt die Stornostaffel. Bei der ADAC Wohnmobilvermietung kostet eine Stornierung mehr als 100 Tage vor Mietbeginn 10 Prozent des Mietpreises, mindestens 75 Euro; ab 7 Tagen vor Mietbeginn 80 Prozent, ab 48 Stunden 90 Prozent (AGB Stand Januar 2026).
Übergabe mit Einweisung
Der Mietvertrag entsteht laut ADAC in der Regel erst bei der Abholung. Vergleichen Sie ihn mit der Buchungsbestätigung, lassen Sie sich Gas, Wasser, Strom, Heizung und Toilette erklären und fotografieren Sie jeden vorhandenen Kratzer für das Übergabeprotokoll.
Kaution hinterlegen
Die Kaution zahlen Sie bei Übergabe, beim ADAC 1.500 Euro in bar oder per Kreditkarte. Klären Sie vorher, ob Ihre Karte das Limit hergibt, wenn gleichzeitig der Restmietpreis abgebucht wird.
Rückgabe zum vereinbarten Termin
Geben Sie das Fahrzeug gereinigt, mit geleerter Toilettenkassette und zur vereinbarten Uhrzeit zurück. Bei verspäteter Rückgabe verlangt der ADAC ein Nutzungsentgelt in Höhe des vereinbarten Mietzinses je angefangenem Tag.
Endabrechnung und Kautionsrückzahlung
Mehrkilometer, fehlender Kraftstoff und Reinigung werden nach Rückgabe abgerechnet. Die Kaution zahlt der ADAC laut seinen Vermietbedingungen binnen angemessener Frist nach Rückgabe und Endabrechnung zurück, sofern keine offenen Forderungen bestehen.
Am meisten sparen Sie an zwei Stationen: bei der Wahl des Reisezeitraums und bei der Rückgabe. Eine Woche außerhalb der Schulferien kostet bei vielen Vermietern weniger als die Hälfte der Ferienwoche, und wer Reinigung und Toilettenkassette selbst erledigt, spart beim ADAC 280 Euro je Miete. Am Versicherungsschutz sollten Sie dagegen nicht sparen, denn eine Selbstbeteiligung von 1.500 Euro trifft Sie bei einem einzigen Parkrempler mit dem Heck.
Häufige Fragen
Was kostet es, ein Wohnmobil für eine Woche zu mieten?
Eine Woche Wohnmobilmiete kostet je nach Fahrzeug und Saison zwischen rund 350 und 2.100 Euro Tagespreise, wenn Sie die vom ADAC genannte Spanne von 50 bis 300 Euro je Tag mit sieben Tagen multiplizieren. Dazu kommen Pauschalen wie 159 Euro Service beim ADAC, Mehrkilometer und Zubehör. Eine amtliche Preisstatistik gibt es nicht; verbindlich ist nur das schriftliche Angebot des Vermieters.
Ist die Kaution beim Wohnmobil mieten ein Teil des Preises?
Nein, die Kaution beim Wohnmobil mieten ist hinterlegtes Geld, das Sie ohne Schaden vollständig zurückbekommen. Sie beträgt bei der ADAC Wohnmobilvermietung 1.500 Euro je Wohnmobil und entspricht der Selbstbeteiligung der Vollkasko. Sie bindet aber während der Reise Bargeld oder Kreditkartenlimit, und bei einem Schaden behält der Vermieter bis zur Höhe der Selbstbeteiligung davon ein.
Zahlt ein Wohnmobil in Deutschland Maut?
Nein, Wohnmobile zahlen in Deutschland keine Maut. Die Lkw-Maut nach § 1 Bundesfernstraßenmautgesetz gilt nur für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder dafür verwendet werden. Ein Wohnmobil befördert keine Güter und bleibt deshalb auch über 3,5 und über 7,5 Tonnen mautfrei.
Was kostet die Maut für ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen in Österreich?
Ein Wohnmobil über 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse zahlt in Österreich die GO-Maut nach Kilometern statt der Vignette. Für zweiachsige Fahrzeuge der Abgasklasse EURO VI liegt der Tarif 2026 laut ASFINAG zwischen 0,2486 und 0,2774 Euro je Kilometer ohne Umsatzsteuer, emissionsfreie Fahrzeuge zahlen 0,0587 Euro. Für 300 Kilometer Autobahn sind das rund 90 bis 100 Euro brutto, gegenüber 12,80 Euro für die 10-Tages-Vignette bis 3,5 Tonnen.
Was kostet eine Nacht auf dem Campingplatz mit dem Wohnmobil?
Eine Nacht auf einem deutschen Campingplatz kostet laut ADAC Camping-Preisindex 2026 im Durchschnitt 40 Euro für eine dreiköpfige Familie in der Hochsaison, inklusive Standplatz, 5 Kilowattstunden Strom, drei Warmduschen und Kurtaxe. Thüringen ist mit 33 Euro am günstigsten, Baden-Württemberg, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind mit 43 Euro am teuersten. Im europäischen Durchschnitt sind es 52 Euro, in Kroatien 68 Euro.
Lohnt sich die Zusatzversicherung zur Senkung der Selbstbeteiligung beim Wohnmobil mieten?
Die Zusatzversicherung lohnt sich beim Wohnmobil mieten, wenn Sie die volle Selbstbeteiligung von 1.500 Euro je Schadensfall im Urlaub nicht tragen wollen oder wenig Erfahrung mit langen und hohen Fahrzeugen haben. Beim ADAC sinkt die Selbstbeteiligung damit auf 250 Euro. Vergleichen Sie den Tagesaufpreis mit der Deckung Ihrer Kreditkarte oder einer Reiseversicherung und buchen Sie nur eine der beiden, weil doppelter Schutz keinen zweiten Betrag bringt.